schnueff around the world

  Startseite
  Archiv
  schnüff meets Ireland - 05/2005
  Dies & Das
  Rezepte
  Albert Einstein
  Hans Kruppa
  O. Henry
  Erich Fried
  Eugen Roth
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Freunde
    cheeky_kiki
    - mehr Freunde




  Links
   Forum
   
   Anke
   Anke & Molly
   Kiggiiiii mit dobbel g
   
   LORIOT
   nichtlustig
   Uli Stein
   Zwiebelfisch
   
   4LYN
   Julia
   HIM
   Zeraphine
   
   Brettspielwelt



http://myblog.de/schnueff

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ein Mensch fühlt oft sich wie verwandelt,
sobald man menschlich ihn behandelt.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Verdienter Hereinfall


Ein Mensch kriegt einen Kitsch gezeigt
doch anstatt dass er eisig schweigt,
lobt er das Ding, das höchstens nette,
fast so, als ob er's gerne hätte.
Der Unmensch, kann er es so billig,
zeigt unverhofft sich schenkungswillig
und sagt, ihn freu's, dass an der Gabe
der Mensch so sichtlich Freude habe.

Moral: Beim Lobe stets dran denken,
man könnte dir dergleichen schenken!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ausnahme


Ein Mensch fällt jäh in eine Grube,
die ihm gegraben so ein Bube,
Wie? denkt der Mensch, das kann nicht sein:
Wer Gruben gräbt fällt selbst hinein! -
Das mag vielleicht als Regel gelten:
Ausnahmen aber sind nicht selten.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Einbildung


Wir sehn mit Grausen ringsherum,
die Leute werden alt und dumm.
Nur wir allein im weiten Kreise,
wir bleiben jung und werden weise.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Lebensleiter


Ein Mensch gelangt, mit Müh und Not,
Vom Nichts zum ersten Stückchen Brot.

Vom Brot zur Wurst gehts dann schon besser;
der Mensch entwickelt sich zum Fresser

Und sitzt nun scheinbar ohne Kummer,
Als reicher Mann bei Sekt und Hummer.

Doch sieh, zu Ende ist die Leiter:
Vom Hummer aus gehts nicht mehr weiter.

Beim Brot so meint er war das Glück.-
Doch findet er nicht mehr zurück.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ausgerechnet . . .


Ein Mensch, von kleinauf, wird belehrt,
Daß sich sein Leben selbst erschwert,

Wer, statt daß er am Schopf sie faßt,
Stets die Gelegenheit verpaßt.

Nun endlich, voll Verwegenheit,
Ergreift er die Gelegenheit.

Erst viel zu spät wird es ihm klar,
Daß diesmal just es keine war.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Hoffnungslos

Ein Mensch begibt sich ahnunglos
In einer Freund-Familie Schoß,
Wo man nicht fernsieht, rundfunkdudelt –
Nein, geistvoll im Gespräch versprudelt.
Doch leider sieht der Mensch erst jetzt,
Daß man die Stühle streng gesetzt
Und alles schweigend und gespannt
Auf Buntes starrt an weißer Wand:
Ein Unmensch zeigt in langen Serien,
Wie er verbracht hat seine Ferien.
Vor Bildern, ziemlich mittelmäßig,
Sitzt nun der Mensch, schon lahmgesäßig;
Und pausenlos wird er befragt,
Was er zu diesen Bildern sagt.
Zum Sagen kann er gar nicht kommen:
Das Lob wird gleich vorweggenommen.
Die ganze Sippe, wild und wilder,
Verlangt noch die Familienbilder.
Der Mensch muß anschaun, ohne Gnaden,
Klein-Hänschen – auch, wie herzig! – baden;
Und nicht verschont wird nun auch
Mit Muttis Reizen, Papis Bauch.
Der Mensch, der lang nach Mitternacht
Todmüd sich auf den Heimweg macht,
Beschließt, nie wieder wird er Gast,
Wo schon die Technik Fuß gefasst.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Gegensätze

Ein Mensch, zu reisen um halb zehn,
Beschließt, um sechs Uhr aufzustehen,
Damit er sich nicht hetzen muß:
Gemütlichkeit ist ihm Genuß!
Er blödelt hier, er trödelt dort –
Er braucht ja lange noch nicht fort!
Er trinkt Kaffee und liest in Ruh
Sein Blättchen – er hat Zeit dazu!
Zeit? Höchste Zeit, daß er sich schleune:
Denn plötzlich sieht er, fast ists neune!
Doch wie er sich auch jetzt noch tummelt –
Zu spät: er hat den Zug verbummelt!
Ein andrer Mensch, der leider glatt
Die Aufstehfrist verschlafen hat,
Wacht auf, sieht auf den ersten Blick
Das äußerst drohende Geschick,
Reißt sich zusammen, und geschwind
Braust auf die Bahn er, wie der Wind,
Erwischt den Zug, wenn auch nur knapp,
Und fährt, ein Sieger, glücklich ab.
Wir hoffen, daß Ihr selbst es wisst,
Daß dies ein Lebens-Gleichnis ist.




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung